Ich befinde mich derzeit in einer umfangreichen Weiterbildung zur Traumafachberatung. Das bedeutet: Ich arbeite bereits mit traumasensiblen Inhalten, befinde mich aber noch in Ausbildung und baue meine Erfahrung in diesem Bereich Schritt für Schritt auf.
In der Traumafachberatung geht es in erster Linie um Stabilisierung, Ressourcenaufbau und ein verstehendes Einordnen von Belastungsreaktionen – nicht um eine traumatherapeutische Bearbeitung oder Konfrontation mit traumatischen Erinnerungen.
Wichtig: Dieses Angebot ersetzt keine Psychotherapie oder medizinische Behandlung. Wenn Sie aktuell stark suizidal sind, sich in einer akuten Krise befinden oder unmittelbare Selbst- oder Fremdgefährdung besteht, wenden Sie sich bitte an den ärztlichen Notdienst, die Rettungsleitstelle (112) oder eine psychiatrische Klinik in Ihrer Nähe.
Die Traumafachberatung kann für Sie passend sein, wenn Sie:
- belastende oder überfordernde Erfahrungen gemacht haben und merken, dass diese noch nachwirken,
- sich häufig innerlich angespannt, erschöpft oder wie "neben sich" fühlen,
- Schwierigkeiten haben, ihren Alltag zu strukturieren oder sich zu konzentrieren,
- sich mehr innere Stabilität und Boden unter den Füßen wünschen,
- Verständnis dafür suchen, warum Ihr Körper und Ihr Nervensystem in bestimmten Situationen so reagieren, wie sie es tun,
- sich einen geschützten Rahmen wünschen, um behutsam auf Ihre Belastungen zu schauen, ohne alles bis ins Detail erzählen zu müssen.
Voraussetzung ist, dass Sie sich nicht in einer akuten Notfallsituation befinden und bereit sind, Schritt für Schritt an Stabilisierung und Selbstfürsorge zu arbeiten.
In der Traumafachberatung steht nicht die traumatische Erfahrung selbst im Mittelpunkt, sondern das, was Sie heute stärkt und entlastet. Mögliche Ziele der gemeinsamen Arbeit sind:
- mehr innere Stabilität im Alltag – auch in herausfordernden Situationen,
- ein größeres Gefühl von Sicherheit im eigenen Körper und im Kontakt mit anderen,
- ein besseres Verständnis für Ihre Reaktionen (z. B. Rückzug, Übererregung, Erstarrung),
- das Entdecken und Stärken Ihrer Ressourcen und Fähigkeiten,
- der Aufbau von Strategien zur Selbstberuhigung und Selbstfürsorge,
- ein Erleben von Selbstwirksamkeit: das Gefühl, wieder mehr Einfluss auf das eigene Erleben und Handeln zu haben.
Wir orientieren uns dabei immer an Ihrem Tempo und daran, was sich für Sie im jeweiligen Moment stimmig und machbar anfühlt.
Typische Inhalte der Traumafachberatung können sein:
- Psychoedukation: verständliche Informationen darüber, was Trauma ist, wie das Nervensystem funktioniert und warum bestimmte Reaktionen (z. B. Schlafstörungen, innere Unruhe, Überflutung oder Gefühllosigkeit) sinnvoll und nachvollziehbar sind.
- Ressourcenaufbau: wir spüren gemeinsam nach, was Ihnen gut tut, was Ihnen Halt gibt und wo Sie bereits Kraftquellen im Alltag haben – auch wenn diese im Moment vielleicht noch klein erscheinen.
- Stabilisierungsübungen: einfache, alltagstaugliche Übungen, um sich im Hier und Jetzt zu verankern, sich zu beruhigen und wieder mehr Verbindung zum eigenen Körper zu spüren.
- Umgang mit Auslösern: behutsames Erkennen von Situationen, die Sie besonders stressen, und Entwickeln von Strategien, wie Sie damit besser umgehen können.
- Orientierung und Klärung: gemeinsame Reflexion, welche weiteren Schritte für Sie hilfreich sein können – zum Beispiel eine (zusätzliche) Psychotherapie oder andere Unterstützungsangebote.
Mir ist ein sicherer, achtsamer und transparenter Rahmen besonders wichtig. Das bedeutet für meine Arbeitsweise:
- Wir arbeiten behutsam, ressourcenorientiert und stabilisierend – nicht konfrontativ.
- Sie entscheiden, was Sie erzählen möchten und was (noch) nicht. Es geht nicht darum, traumatische Ereignisse im Detail zu schildern.
- Wir achten gemeinsam auf Ihre Grenzen und Signale Ihres Körpers und richten das Tempo danach aus.
- Ich bringe meine fachliche Perspektive als Traumafachberaterin in Ausbildung ein und reflektiere meine Arbeit in Supervision.
Wichtige Abgrenzung: Die Traumafachberatung ersetzt keine Psychotherapie, psychiatrische Behandlung oder eine ärztliche Diagnostik. Bei schweren psychischen Erkrankungen, akuter Suizidalität oder komplexen Traumafolgestörungen ist eine fachärztliche und/oder psychotherapeutische Begleitung notwendig. Gerne unterstütze ich Sie dabei, passende Anlaufstellen zu finden.
Die Traumafachberatung findet in der Regel in Einzelsitzungen statt. Je nach Situation können Termine in Präsenz in meinen Räumen in Göppingen oder online per Videokonferenz stattfinden.
Eine Sitzung dauert in der Regel 60 Minuten. Zu Beginn klären wir gemeinsam, welches Ziel Sie mit der Beratung verfolgen und in welchem Rhythmus Termine für Sie sinnvoll und gut machbar sind.
Alle Informationen zu Ablauf, Kosten, Zahlungsmodalitäten und Absageregelungen habe ich für Sie übersichtlich auf der Seite "Ablauf & Kosten" zusammengestellt.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass eine traumasensible, stabilisierende Begleitung für Sie hilfreich sein könnte, können wir in einem ersten Gespräch gemeinsam klären, ob die Traumafachberatung in Ihrer aktuellen Situation passend ist.
In diesem unverbindlichen Erstkontakt haben Sie Raum, Ihre Fragen zu stellen, einen Eindruck von mir und meiner Arbeitsweise zu gewinnen und in Ruhe zu entscheiden, ob Sie weitere Termine vereinbaren möchten.
Ich freue mich, wenn Sie Kontakt aufnehmen.